Haben Tiere eine Seele?

Das geliebte Haustier, das dem Tierhalter über Jahre bei schönen und schmerzlichen Erlebnissen ein treuer und hilfreicher Begleiter war, ist tot. Oft kommt in einer solchen Stunde die Frage an uns Menschen heran: „Haben die Tiere eine Seele“?

Die Geisteswissenschaft gibt darauf eine ganz klare Antwort: Das Tier ist ein Seelenwesen.

Blicke ich auf meine Tiere, so kann ich bei ihnen Schmerz, Angst, Freude, Liebe, Aggression, Begierden und Eigenschaften beobachten. Auch dass sie ganz intensiv die Stimmungen,  und Gefühle ihrer Umgebung und Tierhalter aufnehmen erlebe ich oft. Sie haben einen Empfindungsleib oder Astralleib und sind damit ganz eng mit unserem eigenen Erleben verbunden.

Wir haben mit den Tieren eine Seelengemeinschaft. Allerdings unterscheidet sich die Tierseele ganz wesentlich von der Seele des Menschen. Beim Tier spricht man in der Geisteswissenschaft von einer Gruppenseele oder einem Gruppen-Ich, das heißt jede Tiergruppe, jede Gattung, jede Art hat eine eigene Gruppenseele, die aber nicht im Physischen zu finden ist, sondern in der übersinnlichen , astralen Welt. Die Tiere haben keine Entscheidungsinstanz, kein Ich und somit keine Freiheit. Sie werden durch ihre Gruppengeistigkeit mit großer Weisheit und Intelligenz artspezifisch geleitet. Betrachte ich einen Biberbau oder eine Bienenwabe, ein Spinnennetz, so kann ich aus diesen tierischen Tätigkeiten diese geistige Wirksamkeit erahnen.

Wir Menschen dagegen haben eine individuelle Seele, die bis in unseren physischen Körper heruntergestiegen ist, auch eine Erkenntnisbegabung, durch die der Geist in uns Menschen zur Selbsterkenntnis gelangen kann. Wir haben ein Selbstbewusstsein, ein ICH und eine freie Schaffenskraft. Was dem Tier weisheitsvoll von seinem Gruppengeist zufließt, das müssen wir Menschen allerdings durch unser Bewusstsein erringen und selbst erschaffen. Dafür haben wir aber auch die Freiheit, sind nicht an Instinkte gebunden, können Niederes überwinden und an Erfahrungen und Erkenntnissen wachsen.

Stirbt nun ein Tier, so fällt von der Gruppenseele das äußere Physische ab und sie nimmt dann zurück, was sie hinein  gesandt hatte und gibt es einem anderen Tier der selben Gattung, das neu geboren wird. Die Gruppenseele bleibt unberührt von Leben und Tod.

Für den interessierten Tierfreund wird diese Gemeinschaft zwischen Mensch und Tier sowohl von Heinz Grill (Initiatorische Schulung Band VI) als auch von Rudolf Steiner in verschiedenen Werken (z.B. Die Welt der Tiere) ausführlich behandelt und beschrieben.

Ruth Saga

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